[Debatte]
Zunehmende
Spaltung und Verarmung
Immer mehr Menschen erwerben geringere Ansprüche und müssen deshalb
unterhalb der Armutsschwelle leben. Ein Drittel bis ein Viertel der
Bevölkerung ist zumindest kurzzeitig von Armut betroffen. Besonders
dramatisch gestaltet sich die zunehmende Kinderarmut (jedes siebte
Kind), weil sie soziale Ausgrenzung vererbt und dauerhafte Armutsbevölkerung
etabliert. Die Lohnzentriertheit zementiert die bestehenden sozialen
Unterschiede.[5] So kann zum Beispiel
eine allein erziehende Mutter mit einer klassischen Arbeiterkarriere
weder für die Rente noch für die Arbeitslosigkeit besonders hohe Ansprüche
erwerben – im Gegensatz zu einem Beamten.
[5] Vgl. dazu: Opielka: Solidarität
zwischen den Generationen – Zwischen Verzichtsverzicht und neuen Vorbildern.