Das deutsche „Netzwerk Grundeinkommen“ wurde am
9. Juli 2004 im Wissenschaftszentrum Berlin von Wissenschaftlern,
Studierenden, Vertretern der Erwerbslosen- und Armutsbewegung, kirchlichen
Verbänden sowie von Mitgliedern verschiedener Parteien gegründet.
Am Tag der Verabschiedung der so genannten „Hartz
IV“-Gesetze verwies ein breites und pluralistisches Spektrum von
Befürwortern eines bedingungslosen, garantierten Grundeinkommens
auf grundlegende Alternativen zur Arbeitsverpflichtung. „Die heute
verabschiedeten Gesetze führen letztlich zur Entwürdigung derjenigen,
die auf soziale Sicherungssysteme angewiesen sind“, sagte Prof.
Dr. Michael Opielka vom Institut für Sozialökologie in Königswinter.
„Das Netzwerk Grundeinkommen versteht sich als pluralistisches Forum
für Wissenschaftler und politisch Aktive, die sich für die Einführung
eines Grundeinkommens einsetzen.“
Das „Netzwerk Grundeinkommen“ formulierte auf dem
Gründungstreffen vier Kriterien, die ein Grundeinkommen erfüllen
sollte: existenzsichernd, individueller Rechtsanspruch, keine Bedürftigkeitsprüfung,
kein Zwang zur Arbeit.
Das „Netzwerk Grundeinkommen“ legt sich nicht auf
ein bestimmtes Finanzierungsmodell fest. Entscheidend, so die Sprecher
des Netzwerks, sind die vier Kriterien. Das Grundeinkommen soll
die gesellschaftliche Teilhabe garantieren und unabhängig sein von
Unterhaltsverpflichtungen gegenüber Ehegatten, Eltern und erwachsenen
Kindern. Eine Bedürftigkeitsprüfung wird abgelehnt, aber natürlich
wird das Grundeinkommen mit dem Steuer- und Beitragssystem abgestimmt.
Schließlich soll das Grundeinkommen nicht mit einem Zwang zur Arbeit
verbunden sein und damit eine neue Vielfalt von Arbeits- und Tätigkeitsformen
ermöglichen.
Das „Netzwerk Grundeinkommen“ wird die Diskussion
um die Einführung eines Grundeinkommens mit politischen Entscheidungsträgern,
Wirtschafts- und Sozialverbänden, Gewerkschaften wie sozialen Bewegungen
suchen und den wissenschaftlichen Diskurs zum Grundeinkommen fördern.
Es wird sich auf europäischer Ebene mit dem 1986 gegründeten „Basis
Income European Network (BIEN)“ (www.basicincome.org) vernetzen.
In Berlin wurde eine Sprechergruppe bestimmt, der
folgende Personen angehören:
Ronald Blaschke, Arbeitslosenverband Deutschland
(ALV D) (Rblaschke@aol.com)
Katja Kipping, MdL, stellv. Parteivorsitzende der PDS (katja.kipping@web.de)
Prof. Dr. Michael Opielka, Institut für Sozialökologie, Königswinter/Fachhochschule
Jena (s.u.)
Wolfram Otto, Bundesarbeitsgemeinschaft der Sozialhilfeinitiativen
(BAG SHI) (wolframotto@web.de)
Birgit Zenker, Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung
(KAB) (birgit.zenker@kab.de)
(Die Organisationen, Institutionen, Parteien dienen
dabei lediglich zur Information über die Person.)
Steuerabzugsfähige Spenden zur Unterstützung der
Arbeit des Netzwerk bitte an:
Institut für Sozialökologie, Kennwort „Netzwerk Grundeinkommen“
Konto 27284, Sparkasse Bonn (BLZ 38050000)
Der Pressekontakt ist über alle Mitglieder der Sprechergruppe möglich.
Presserechtlich
verantwortlich: Prof. Dr. Michael Opielka, Institut für Sozialökologie
(ISÖ)
53639 Königswinter, Pützbungert 21, Tel. 02244-871659, Fax: -871664,
mail: michael.opielka@isoe.org